Starke Leistungen und Platz 9 von Louis Lay bei den Europameisterschaften in Serbien.
- ninaschwoebel
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Mit vielen neuen Eindrücken und einem respektablen 9.Platz kehrte Louis Lay von der SVG Nieder-Liebersbach von den Ringer-Europameisterschaften der U23 im serbischen Zrenjanin zurück. Das 16-köpfige Aufgebot des Deutschen Ringer Bundes (DRB) holte durch Manuel Wagin (Silber bis 74 kg Freistil) und Darius Kiefer (Bronze bis 97 kg griechisch-römisch) zwei Medaillen. Überragende Nation war das Team Russlands, aber auch die Ukraine, Belarus, Armenien, Azerbaidschan und Georgien spielten bei der Medaillenvergabe eine wesentliche Rolle und unterstrichen damit erneut die Vormachtstellung der ehemaligen Sowjetrepubliken im Ringkampfsport.
Louis Lay trat bis 77 kg (GR) mit 19 Teilnehmern an und konnte in seinen beiden Kämpfen durchaus überzeugen. Im Achtelfinale bezwang er den Kroaten Luka Ivancic nach voller Kampfzeit klar mit 6:3 und traf anschließend auf den Belarussen Kiryl Valeuski. Dieser hatte bereits reichlich Erfolge im U17 und U20-Bereich gesammelt und war bereits Welt-und Europameister in den Jahren 2023/24. Louis bot dem Favoriten einen Kampf auf Augenhöhe und unterlag am Ende etwas unglücklich mit 2:4. Da sein Kontrahent im Halbfinale gegen den späteren Europameister Danil Grigorev aus Russland mit 0:3 den Kürzeren zog, war das Turnier für den jungen Liebersbacher leider beendet. Dennoch bescheinigte ihm Bundestrainer Maik Bullmann für seinen ersten Einsatz im Nationaltrikot eine starke kämpferische Leistung und ermunterte ihn, seinen eingeschlagenen leiostungssportlichen Weg konsequent fortzusetzen.
Gerade in dieser Gewichtsklasse ging es leistungsmäßig doch recht eng zu und mit der richtigen Tagesform hätte ab dem Viertelfinale eigentlich fast Jeder Jeden schlagen können. Umso höher ist die Leistung von Louis Lay zu würdigen, der gerade einmal 4 Wochen nach der kräftezehrenden Bundesliga-Endrunde mit dem SV Weingarten erstmals bei einer internationalen Meisterschaft auf die Matte ging. Die Umstellung auf den gegenüber der DM veränderten Turnierablauf und das internationale Flair steckte der 22-jährige Mechatroniker erstaunlich locker weg und sah für sich das Turnier „wie jedes andere Turnier auch“. Er blieb seinem offensiven, sehr dynamischen Kampfstil aus der Bundesligasaison treu, allerdings war durchaus erkennbar, dass mit einer längeren Regenerationszeit nach der Saison und einer intensiveren Vorbereitung vielleicht sogar noch mehr möglich gewesen wäre.
Es bleibt aber abschließend festzuhalten, dass er als ein Ringer ohne vorherige internationale Erfahrung bei diesen Titelkämpfen geliefert und sich für weitere Einsätze im Nationaltrikot empfohlen hat.
Der Fokus ist aber bereits jetzt schon auf die Deutschen Meisterschaften der Männer in Elsenfeld vom 4.-6.Juni gerichtet, wo Louis auch in diesem Jahr wieder im Kampf um die Medaillen mitmischen will. Das große Ziel im Anschluss wäre dann eine Nominierung für die U23-Weltmeisterschaften in Las Vegas / USA im Oktober.




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