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Daniel Layer verpasst nur knapp die Sensation bei der DM.

Am Ende fehlte nur eine knappe Minute zum ersten Deutschen Meistertitel bei den Männern in der über 100-jährigen Historie der Ringer der SVG Nieder-Liebersbach. Schlussendlich unterlag Daniel Layer am Sonntagvormittag vor großer Zuschauerkulisse im Heidelberger SNP-Dome in seinem Finale der 60 kg-Klasse (griechisch-römisch) unglücklich und auch etwas umstritten mit 7:8 gegen den Bundesligaringer Georgios Scarpello vom ASV Schorndorf. Bis dahin hatte Layer, der künftig in der 2.Bundesliga für Aufsteiger SV Germania Weingarten auf die Matte gehen wird, einen beherzten Kampf geliefert. Nach der ersten Bodenlage gegen ihn konterte er geschickt und konnte mit einer Vierer-Wertung durch Ausheber sogar deutlich in Führung gehen. In der Schlußphase verkürzte Scarpello auf 5:7, als dann eine Situation am Boden als Mattenflucht ausgelegt und mit einer Verwarnung gegen Layer geahndet wurde. Hier nutzte sein Gegner die Chance und ging mit einem Dreher kurz vor Schluß in Führung und konnte einen glücklichen Sieg feiern. Trotz dieser knappen Niederlage ist die Silbermedaille für Daniel Layer sein bisher größter sportlicher Erfolg für den er die Grundlage mit zwei klaren Siegen in Viertel- und Halbfinale gegen Akif Sen (TSG Nattheim) mit 8:0 nach 2:03 Minuten und Robin Nuding (KSV Aalen) mit 9:0 nach 1:34 Minuten legte.

Louis Lay startete in der Klasse bis 72 kg (griechisch-römisch) mit einem klaren 11:0 nach 2:11 Minuten gegen Robert Schröder (RS Sudenburg) und einem ebenso souveränen 9:0 nach 2:05 Minuten gegen Jan Wolfanger (ASV Hüttigweiler), dem er im Vorjahr beim Brandenburg-Cup noch knapp unterlegen war. Im Halbfinale gegen Niklas Ohff (KFC Leipzig) lag er zu Beginn des zweiten Kampfabschnitts durch eine Bodenlage und Dreher mit 1:3 hinten, konnte aber direkt aus dieser Situation eine Viererwertung und zwei Zusatzpunkte wegen Beinarbeit seines Gegners holen. Die anschließende Bodenlage nutzte er dann mit zwei Drehern zum 11:3-Sieg nach 4:25 Minuten. Im Finale gegen den Vorjahresmeister der Klasse bis 67 kg, Witalis Lazovski (SV Burghausen) waren die Kräfteverhältnisse leider etwas anders verteilt. Der Bayer übte von Beginn an mächtig Druck aus und erzwang dadurch auch die erste Bodenlage, die Lay aber gut verteidigen konnte. Nach 2:0-Pausenstand setzte sich am Ende der Favorit vom dreifachen Deutschen Mannschaftsmeister mit 5:0 Punkten durch, zollte aber Louis Lay seinen Respekt für einen großen Kampf.

Auch im Freistil war die SVG bei diesen Meisterschaften mit Leon Jeck vertreten. Er startete bis 61 kg und hatte mit Bercan Ünsal (KV Riegelsberg) im Achtelfinale einen durchaus schlagbaren Kontrahenten. Mit einem schönen Wurf ging er mit 4:0 in Führung, verlor aber im weiteren Verlauf immer mehr die Kontrolle über den Kampf, was sein Gegner zu mehreren Punktgewinnen nutzen konnte. Am Ende stand eine 4:12-Niederlage für Leon Jeck bei seiner ersten Männer-DM, mit der er ausschied, da sein Gegner im Viertelfinale gegen den späteren Deutschen Meister unterlag.

Auch in diesem Jahr hat die SVG einmal mehr eindrucksvoll bewiesen, dass man auch als kleiner Verein mit bescheidenen Mitteln in der Deutschen Spitze mitringen kann. Es ist neben der hervorragenden Trainerarbeit von Sven Lay letztlich auch dem großen persönlichen Engagement und Trainingsfleiß der einzelnen Sportler geschuldet, dass seit über 10 Jahren immer wieder Titel und Medaillen in den Odenwald geholt werden.


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